Nachhaltiges Handeln wird in der Gesellschaft immer präsenter. Mit der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) auch die soziale Nachhaltigkeit in den Fokus und soll Unternehmen für alle drei Säulen des Nachhaltigkeitskonzeptes - ökologisch, ökonomisch, sozial - sensibilisieren. Grund genug für uns, die Soziale Nachhaltigkeit für eine Themenwoche in den Fokus zu setzen.

Nachhaltiges Handeln wird in der Gesellschaft immer präsenter. Kürzlich verabschiedete die EU die Green Claims Directive,  die „Greenwashing“ im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit unterbinden soll. Nun rückt mit der CSRD (Corporate Sustainability  Reporting Directive) auch die soziale Nachhaltigkeit in den Fokus und soll Unternehmen für alle drei Säulen des Nachhaltigkeitskonzeptes - ökologisch, ökonomisch, sozial - sensibilisieren. Die soziale Nachhaltigkeit ist Gegenstand unserer Themenwoche, in der wir uns gemeinsam mit Ihnen den Fragen widmen möchten, was genau unter sozialer Nachhaltigkeit zu verstehen ist, welche Aspekte sie beinhaltet, ob - und vor allem auch in welcher Form - sie in der Logistikbranche umgesetzt wird.

Seit unserer Gründung vor nunmehr 18 Jahren haben wir als Logistik-Initiative Hamburg Nachhaltigkeit als wichtiges Themenfeld in unserer Strategie verankert. In den letzten Jahren rückte dabei soziale Nachhaltigkeit auch bei uns immer weiter in den Vordergrund. So erhielt unser Mitglied Brunsbüttel Ports bereits 2017 den HANSE GLOBE Sonderpreis für sein Engagement in der Sozialer Allianz - Initiative für Inklusion und macht sich für Menschen mit Handicap stark.

Mit dem heutigen Auftakt unserer Themenwoche wollen wir aufzeigen, welche Bereiche die soziale Nachhaltigkeit im Unternehmenskontext umfassen und geben einen ersten Überblick.

Per Definition bezieht sich soziale Nachhaltigkeit in Unternehmen darauf, wie Unternehmen soziale Verantwortung übernehmen und zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen. Dabei werden viele der gleichen Aspekte berücksichtigt wie bei der sozialen Nachhaltigkeit auf gesellschaftlicher Ebene, jedoch mit einem Fokus auf die Unternehmensaktivitäten und -praktiken. Die soziale Nachhaltigkeit in Unternehmen ist als integraler Bestandteil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie zu sehen und trägt dazu bei, langfristigen geschäftlichen Erfolg zu sichern, ein positives Image zu fördern und gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

Ein weiteres Unternehmen, das soziale Nachhaltigkeit (vor)lebt, ist unser Mitgliedsunternehmen F. Reyher Nchfg. GmbH & Co. KG mit seiner vierdimensionalen Nachhaltigkeitsbetrachtung: Nachhaltiges Handeln bedeutet dabei für uns nicht nur fokussiert ökologisch zu handeln. Vielmehr bedeutet es, ganzheitlich die vier Dimensionen „Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter“, „Umwelt & Ressourcen“, „Produkte & Prozesse“ sowie die „Soziale Verantwortung“ gleichrangig in unserem Handeln zu berücksichtigen. Dabei betrachten wir diese Dimensionen stets ganzheitlich, integrativ, aber auch wechselseitig. Konkret bedeutet das bei REYHER gesellschaftliches Engagement, partnerschaftliche Beziehungen und respektvollen Umgang mit Lieferanten und Kunden, dezidierte Compliance-Richtlinien, die Unterstützung von aktuellen Nothilfe-Projekten und lokalen, generationsübergreifenden Bildungs- und Nachhaltigkeitsprogrammen (bspw. Hamburger Weg) sowie ein verantwortungsvolles und respektvolles Miteinander im Unternehmen.

Die Mitarbeitenden sind generell ein treibender Faktor für Unternehmen in ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen. Und dabei auch oftmals deren nachhaltiges Gewissen. Unternehmen, die das erkannt haben und die genau diese Eigenschaften fördern möchten, können ihre Mitarbeitenden zu sogenannten SDG-Scouts aus- und weiterbilden lassen. Das Programm zielt darauf ab, Akteure im Unternehmen für Nachhaltigkeit im Rahmen der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals – SDGs) zu sensibilisieren und Verbesserungspotenziale innerhalb eines eigenen Praxisprojektes umzusetzen. Alle Informationen finden Sie hier: [LINK]

Während Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen bislang mehr oder weniger selbst für sich definiert und gemonitort haben, tritt mit der einleitend genannten CSRD-Richtlinie eine weitreichende Änderung für die Nachhaltigkeitsberichterstattung in Kraft. Für die betroffenen Unternehmen – aber auch generell für alle Unternehmen – gilt es nun, sich entsprechend mit der Umsetzung auseinander zu setzen. (Lesen Sie hierzu auch einen Beitrag der DVZ ZERO)

Für die kommenden Tagen haben wir 4 Aspekte der Sozialen Nachhaltigkeit ausgewählt zu denen wir Einblicke bieten, Best Practices aufzeigen oder über Bildungs- und Informationsangebote in Hamburg informieren.

Es erwartet Sie in dieser Woche:

Dienstag:  Soziales Engagement

Mittwoch:  Teilhabe & Inklusion

Donnerstag: Humanitäre Logistik

Freitag:  Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Freizeit

Weiterempfehlen
keyboard_arrow_left Zur BLOG-Übersicht